Tanzland – Fonds für Gastspielkooperationen

Tanzland – Fonds für Gastspielkooperationen |  Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes in der Projektträgerschaft des Dachverband Tanz Deutschland e.V. |   www.kulturstiftung-bund.de/tanzland 


TANZLAND - Fonds für Gastspielkooperationen

Eröffnungs-Tagung 

Gastspiel-Werkstatt in Hamm am 2. und 3. März 2017

 

TANZLAND - der neue Fonds für Gastspielkooperationen fördert die Kooperation deutscher Tanzensembles mit den Bühnen der INTHEGA. 

Zwischen den Tanzensembles und den Bühnen ohne eigenes Ensemble, die in der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen, kurz INTHEGA, zusammengeschlossen sind soll eine langfristige Kooperation auf vielen Ebenen von bis zu drei Jahren stattfinden.

Damit möchte die Kulturstiftung des Bundes das Angebot an zeitgenössischen Tanzproduktionen gezielt in kleineren und mittleren Städten erweitern oder überhaupt erst möglich machen. So wird die Präsenz des Tanzes außerhalb der Großstädte gestärkt und es entstehen neue kulturelle Bündnisse. 

Angesprochen sind die mehr als sechzig festen Ensembles an den Stadt- und Staatstheatern wie auch freie Ensembles, die über ein gefestigtes Team verfügen und in den kommenden Jahren Ensembleproduktionen anbieten können. Als Ensembleproduktionen werden Choreografien mit mindestens sechs Tänzer*innen verstanden. 

Die Kooperation beinhaltet Gastspiele und ergänzend dazu Vermittlungsangebote, die sich aktiv mit dem lokalen Publikum auseinandersetzen. Das Ziel von TANZLAND ist es, auch außerhalb der Großstädte ein Publikum zu gewinnen, das zeitgenössischen Tanz neugierig und interessiert begleitet.

Konzepte und Angebote der Gastspielkooperation sowie die Anträge an die Jury werden von der INTHEGA-Bühne und dem eingeladenen Ensemble gemeinsam entwickelt und eingereicht. Daher ist TANZLAND ein Partnerprogramm, das nur gelingen kann, wenn die richtigen Partner gemeinsam die richtigen Schritte gehen. Nicht Einzelleistungen werden bewertet, sondern Kooperation und Austausch. Doch wie finden sich die richtigen Partner? 

Welche Bühne der INTHEGA passt zu welchem Ensemble? Welches Ensemble ist ein Wunschkandidat für welches INTHEGA-Haus?

 

Wer Interesse hat, einen Tanzland-Antrag zu stellen erhält Kontakte und Information über die Themen des Programms auf der zentralen 

Gastspielwerkstatt 

Am 2. und 3. März 2017

Im Kurhaus Bad Hamm (Hamm Westfalen)

 PDF  Das Programm zum Herunterladen

Zwei Tage zum Kennenlernen: Tanzensembles und Gastspielhäuser sind eingeladen im Rahmen der Gastspielwerkstatt neue Kooperationspartner zu finden, um dann gemeinsam eine Zusammenarbeit für die nächsten zwei bis drei Jahre zu verabreden. 

Im Rahmen der Tagung treffen sich die Leiter*innen der INTHEGA Häuser mit Choreograf*innen, Ballettdirektor*innen und Leitungen der Ensembles. Neben Diskussionen und Vorträgen präsentieren zahlreiche Ensembles kurze Ausschnitte aus Ihrer Arbeit.

Die Tagung wird am Donnerstag, den 2. März um 19 Uhr mit Grußworten von Hortensia Völckers (Künstlerische Leitung der Kulturstiftung des Bundes) und Christian Kreppel (Präsident der INTHEGA eröffnet. Im Anschluss sind Choreografien aus über 20 Ensembles zu sehen. 

Am 3. März stellen sich die INTHEGA-Häuser als Gastspielorte und potentielle Partner vor. Um Anregungen für eine aktive Publikumsarbeit zu geben, werden darüber hinaus verschiedene Vermittlungsprojekte präsentiert. Und nicht zuletzt berät das TANZLAND Team mögliche Antragsteller und erläutert die Förderkriterien des Fonds. Die Tagung wird gegen 16 Uhr enden. 

 

ANMELDUNG für die

GASTSPIELWERKSTATT am 2. und 3. März 2017 in Hamm

Kurhaus Bad Hamm, Ostenallee 87, 59071 Hamm (Westfalen)

 

Eine verbindliche Anmeldung wird bis zum 6.2. 2017 erbeten unter:  info(at)tanzland.org

Bitte schicken Sie uns in einer formlosen Email folgende Informationen:

Wer kommt? -  Name, INTHEGA-Haus /  Ensemble  

Anschrift und Kontaktdaten (Adresse, mail, Telefon)

 

Übernachtung? -  Ja oder nein? Wir reservieren Hotels. 

Für die teilnehmenden Tänzer*innen der Werkschau am 2. 3. 2017 in Hamm werden Übernachtung und Fahrkosten übernommen.  Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

 

Für die Tagung entfallen keine Teilnahmegebühren. 

 PDF Informationen zum Download 

 

Kontakt für weitere Informationen: 

Sabine Reich | Programmleitung

Dachverband Tanz Deutschland 

Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Tel. 030 / 37 44 33 92

 tanzland(at)dachverband-tanz.de 

 www.dachverband-tanz.de 

Exportförderung für den Tanz

Exportförderung für den Tanz | Zeitgenössische Schweizer Tanztage 

Ausschreibung vom 22. Dezember 2016

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat ein Pilotprojekt zur Exportförderung bewilligt. Ziel des Programms ist die Stärkung der Sichtbarkeit des deutschen Tanzes speziell durch die Unterstützung der Netzwerktätigkeiten der Ensembles. Im Vordergrund stehen die Schaffung neuer Kontakte zwischen Tanzensembles und Veranstalter*innen, Kurator*innen und potenziellen Koproduzent*innen. Dies ist verbunden mit Vermittlung eines professionellen Know-hows der Kulturproduzent*innen und künstlerischen Leiter*innen für die Netzwerktätigkeit auf Tanzplattformen und Tanzmessen.

Im Rahmen des Programms bezuschusst der Dachverband Tanz Deutschland (DTD) Reisekosten für den Besuch von Kulturproduzent*innen oder anderen Repräsentant*innen von deutschen Tanzkompanien bei nationalen und internationalen Tanzmessen und Tanzplattformen.

Als erste Maßnahmen konnte der DTD bereits in diesem Jahr den Besuch von CINARS in Montreal und ICE HOT Nordic Dance Platform in Kopenhagen sowie im kommenden Jahr den Besuch von APAP in NYC fördern (s. Ausschreibungen vom 11. und 25. Okt., 02. Nov. 2016).

Hiermit folgt nun die vierte Ausschreibung: Der DTD kann den Besuch der Zeitgenössischen Schweizer Tanztage in Genf (01. – 04. Feb. 2017) fördern. Es werden bis zu 70% der Kosten bis zu einer Höhe von maximal 800,- Euro pro Ensemble gefördert. Zu den förderfähigen Kosten zählen Fahrt- und Unterkunftskosten sowie Tagegelder. Ziel ist die Förderung der Reisen von Kulturproduzent*innen, künstlerischen Leiter*innen zu Vernetzungszwecken. NICHT gefördert werden Reisekosten für Gastspiele.

Förderfähig sind Tanzkompanien der sog. freien Szene mit Betriebssitz in Deutschland. Voraussetzung ist, dass die Kompanie in den letzten zwei Jahren 1) öffentlich gefördert wurde, 2) mindestens eine Tanzproduktion zur Uraufführung gebracht hat sowie 3) eine internationale Gastspieltätigkeit nachweisen kann. Bewerben können sich Kompanien, die diese 3 Kriterien nachweislich erfüllen und freie Kulturproduzent*innen, die diese Kompanien vertreten.

Es können bis maximal 8 Kompanien gefördert werden. Je Kompanie können Reisekosten von maximal zwei Kulturproduzent*innen bzw. Repräsentant*innen bezuschusst werden, wobei die Gesamtsumme von 800,- Euro nicht überschritten werden kann. Vergeben wird nach dem Prinzip „first come first serve“, unter den Bewerbungen, die die Kriterien erfüllen. Als Eingangszeitpunkt gilt der, zu dem die Bewerbungsunterlagen (s.u.) vollständig eingegangen sind.

Die Bewerbung ist ab sofort möglich. Die Nachweise zur Erfüllung der Bewerbungskriterien werden in der Geschäftsstelle des DTD geprüft. Die Nachricht, ob die Förderung erfolgen kann, wird den Bewerber*innen innerhalb von 4 Arbeitstagen übermittelt. Der DTD schließt mit den Kompanien bzw. freien Kulturproduzent*innen einen Fördervertrag. Die Förderungen werden veröffentlicht.

Aus vergaberechtlichen Gründen können nur Belege zur Abrechnung anerkannt werden, die ein Rechnungs- oder Buchungsdatum ab dem 25. September 2016 haben.

Beispielrechnung: 180,- Euro Flug- und Transferkosten, 4 Nächte Hotel à 140,- Euro = 560,- Euro, 4 Tage Per Diems à 53,- Euro = 212,- Euro = 952,- Euro. Förderung 70% = 666,40,- Euro.

Die Förderung wird nach Einreichung der Originalbelege ausgezahlt. Als Nachweise sind für die Abrechnung einzureichen: Originalbelege (entwertete Bahntickets, Flugtickets mit Boardingpässen und Hotelrechnungen).

Die Bestimmungen des Bundesreisekostengesetzes sind dabei zu beachten.

Bei der Abwicklung der Förderung (Vertragsversand, Abrechnung etc.) kooperiert der DTD mit der transmissions GbR.

Die geförderten Kompanien und Kulturproduzent*innen verpflichten sich zum Ausfüllen eines Fragebogens zur Evaluierung.

 

Die Bewerbung soll enthalten:

- Angaben zur Kompanie (Name, Adresse, Website)

- Nachweis der öffentlichen Förderung seit 2014 (Scan eines Teils des Förderbescheids oder Bestätigung durch den Förderer)

- Nachweis zu einer Tanzproduktion in den letzten 2 Jahren (nach September 2014)

- Nachweis der internationalen Gastspieltätigkeit in den letzten 2 Jahren (z. B. Scan der Veranstalter- oder Festivalprogrammhefte, Verweis auf Veranstalterwebseiten)

- Für freie Kulturproduzent*innen: Erklärung der Kompanie, dass die Reise auch im Auftrag der Kompanie erfolgt.

- Eine Aufstellung der voraussichtlichen Kosten und Berechnung der anteiligen Förderung.

 

Bewerbungen bitte per Email an folgende Adresse:  info(at)dachverband-tanz.de

Bewerbungsfrist: 20. Januar 2017

 

Weitere Informationen:  info(at)dachverband-tanz.de / Tel. 030 / 37 44 33 92 (Jana Grünewald)

Dachverband Tanz Deutschland

Mariannenplatz 2

10997 Berlin

Tel. 030 / 37 44 33 92

 info(at)dachverband-tanz.de

 

 PDF Exportförderung / Ausschreibung Zeitgenössische Schweizer Tanztage 

Neue Perspektiven für den Deutschen Tanzpreis im Tanzjahr 2016

PRESSEINFORMATION 

Neue Perspektiven für den Deutschen Tanzpreis im Tanzjahr 2016

Internationalität und Vielfalt des gegenwärtigen Tanzschaffens stehen zukünftig im Fokus

Essen / Berlin, 14. Dezember 2016 – Die Stadt Essen und der Dachverband Tanz Deutschland haben vereinbart, den Deutschen Tanzpreis gemeinsam auf eine zukunftsfähige Basis stellen.

Der Deutsche Tanzpreis ist ein herausragendes Ereignis für den Tanz in Deutschland, mit großer Tradition wie auch künstlerisch und kulturpolitisch bedeutender Wirkung. In Zukunft soll der Preis noch stärker die Vielfalt des gegenwärtigen Tanzschaffens repräsentieren und auf neue Weise zu einem national und international ausstrahlenden Ereignis werden. Auch zukünftig wird die Preisverleihung in Essen ausgerichtet, Ort der Preisverleihung soll weiterhin das Aalto-Theater sein. 

Die Trägerschaft wird beim Dachverband Tanz Deutschland (DTD) liegen. Die Stadt Essen und der Dachverband Tanz Deutschland werden in die konzeptionellen Überlegungen sowohl die Theater und die Philharmonie GmbH der Stadt Essen als auch den Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik und die Mitglieder des Fördervereins Tanzkunst Deutschland einbeziehen. Für die Finanzierung des Preises sollen öffentliche Förderer sowie weitere Unterstützer und Sponsoren gewonnen werden. Der Schirmherr Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert bleibt weiterhin dem Deutschen Tanzpreis verbunden.

Durch die Neukonzeption soll sich die bisherige Würdigung herausragender Persönlichkeiten des Balletts und Tanztheaters mit der Öffnung hin zum gesamten gegenwärtigen Tanzschaffen verbinden. 

Im Tanzjahr 2016 ist dieser Impuls eine weitere starke Initiative für die Sichtbarkeit des Tanzes. 

Einstieg in gemeinsame Tanzförderung der Städte, Länder und des Bundes ist geschafft!

Wegweisender Erfolg im Tanzjahr Deutschland 2016

Berlin, 11.11.16 - In seiner gestrigen Sitzung gab der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Mittel in Höhe von 5,63 Mio. Euro für die Förderung des Tanzes frei. Damit wird erstmalig ein Förderkonzept realisiert, das Städte, Länder und der Tanzbereich gemeinsam mit dem Bund entwickelt haben. In einem fünfjährigen Programm sollen Tanzschaffende und Produktionsstrukturen vor Ort so zur Exzellenz gefördert werden, dass sie anschlussfähig werden an nationale und internationale Entwicklungen. Zu dieser Förderung des Bundes hinzu kommt die Ko-Finanzierung der Länder und Kommunen in gleicher Höhe. 

Rüdiger Kruse MdB (CDU) betonte: „Ich freue mich, dass wir mit dieser Entscheidung eine zeitgemäße, nachhaltig wirkende Tanzförderung auf den Weg bringen, wie wir dies in der Koalitionsvereinbarung beschlossen hatten. Mit dem Tanz, der ohne Sprachbarriere Menschen unterschiedlichster Kulturen erreichen kann, verbinden sich wunderbare künstlerische Ereignisse, aber auch ein großes Potential für Bildung und Integration.“

Johannes Kahrs MdB (SPD) unterstrich: „Mit der Förderung verbindet sich auch die Auflage an die Einrichtungen und künstlerischen Leitungen, den beteiligten Tanzschaffenden faire und gerechte Honorare zu zahlen. Eine stärkere Tanzförderung des Bundes und der Länder muss auch zum Ziel haben, die soziale Lage der Künstler*innen zu stärken.“

Diese Förderung zur Exzellenz stellt den ersten Schritt in der Realisierung eines langfristigen Konzepts „Tanzförderung Stadt-Land-Bund“ dar, durch welches im Tanzbereich künstlerische und Produktionsstrukturen, nationaler und internationaler Austausch, die Bewahrung des kulturellen Erbes im Tanz sowie die Informations- und Beratungsnetzwerke für Künstler*innen gestärkt werden sollen. 

Die Gespräche mit den öffentlichen Förderern und die Konzeptentwicklung wurden seit 2013 von einer Initiativgruppe vorangebracht, in der sich neben dem Dachverband Tanz Deutschland Vertreter*innen von K3 – Zentrum für Choreographie Hamburg, Tanzbüro Berlin, Tanzfonds / Diehl und Ritter gUG und Tanzszene Baden-Württemberg zusammengeschlossen haben. 

Im Tanzjahr Deutschland 2016 wurden die Bemühungen der Tanzszene um eine stärkere Tanzförderung durch viele Tanzschaffende, Tanzverbände und Institutionen noch einmal intensiviert – mit sichtbarem Erfolg.

Archivplattform

Die deutschen Tanzarchive bewahren einen großen Schatz, rund eine Million Dokumente zur Tanzgeschichte, nicht nur Manuskripte, Briefe und Kritiken, sondern auch Fotos, Kostüme, Filme oder Videos.

Dieses kulturelle Erbe gilt es zu bewahren und für kommende Generationen auch über Landesgrenzen hinaus sichtbar zu machen.
Fünf Tanzarchive – Akademie der Künste Berlin, Deutsches Tanzarchiv Köln, Deutsches Tanzfilminstitut Bremen, Mime Centrum Berlin und Tanzarchiv Leipzig – agieren seit 2007 im Verbund deutscher Tanzarchive (VdT).

Gemeinsam arbeiten sie an einer Präsentation ihrer Sammlungen im Internet, das heißt zunächst vor allem an Lösungen für die enormen rechtlichen, technologischen und sachlichen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.

Die Digitalisierung und online-Präsenz der Materialien soll auf künstlerische und wissen­schaftliche Fragen Antworten geben, aber auch einem breiten Publikum die Vielfalt des Tanzes nahe bringen, wie das in einigen europäischen Nachbarländern bereits geschieht (besonders Frankreich, Belgien und England).

 

Symposium "Zugänge schaffen!"
Wie Wissenschaft und Kunst vom Kulturerbe Tanz profitieren können
21. & 22. Oktober 2016 | Deutsches Tanzarchiv Köln

Im Tanzjahr Deutschland 2016 richtet der Verbund deutscher Tanzarchive mit dem Symposium „Zugänge schaffen!“ die Aufmerksamkeit auf das kulturelle Erbe Tanz und die Zugänglichkeit der historischen Dokumente für Ausbildung, Forschung, Wissenschaft und kulturelle Bildung.
Lange Zeit war die Aufforderung, Tanzdokumente offen zugänglich zu machen, verbunden mit der Vision ihrer umfassenden und kostenfreien Präsenz im Internet. Aber neben dieser Vision arbeiten Archive, Ausbildungseinrichtungen und Tanzwissenschaft schon an spezialisierten Lösungen, wie Dokumente für interessierte Nutzer*innen zugänglich werden – auch ohne den Besuch der Archivräume. „Der virtuelle Lesesaal“ scheint ein viel versprechender neuer Zugang zu den Themen Digitalisierung, Rechtefragen und Sichtbarkeit zu sein.


Der Verbund deutscher Tanzarchive lädt Tanzschaffende, Wissenschaftler*innen und Ausbildungseinrichtungen zum Austausch über Ideen, Modelle und Visionen eines neuen Zugangs zu Geschichte und Gegenwart des Tanzes am 21. und 22. Oktober ins Deutsche Tanzarchiv Köln ein.
Am Abend des ersten Tages wird der Tanzwissenschaftspreis verliehen.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.tanzarchive.de

Tanzjahr Deutschland 2016

DANCE NOW – 2016 ist Tanzjahr!

2016 wird ein besonderes Jahr für den Tanz: Unter Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters MdB, findet das Tanzjahr Deutschland 2016 statt.

 „Das Tanzjahr Deutschland ist eine von vielen Partnern im Tanzbereich getragene konzertierte Aktion, für die ich gern die Schirmherrschaft übernommen habe. Für die Kommunikation der vielfältigen kulturellen und integrativen Wirkungen des Tanzes in der Gesellschaft wünsche ich der Initiative viel Erfolg“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Die Website zum Tanzjahr, die alle Veranstaltungen und Aktivitäten für 2016 bündelt, ist jetzt online:  www.tanzjahr2016.de.

Das Tanzjahr Deutschland 2016 ist eine Kampagne der Tanzszene – initiiert durch das Künstlerhaus Mousonturm, welches die Tanzplattform ausrichtet, den Tanzkongress und die internationale tanzmesse nrw sowie den Dachverband Tanz Deutschland.

Erstmals finden die drei großen Tanzereignisse in Deutschland, die ein beträchtliches nationales und internationales Publikum anziehen, innerhalb eines Jahres statt: Die Tanzplattform Deutschland als das bedeutendste Festival des in der Bundesrepublik produzierten zeitgenössischen Tanzes (Frankfurt, 02.-06.03.), der Tanzkongress als einzigartiges internationales Kreativ- und Reflexionsforum der Kulturstiftung des Bundes (Hannover, 16.-19.06.) sowie das größte professionelle Branchentreffen, die internationale tanzmesse nrw, die als Netzwerkveranstaltung und internationales Festival Künstler und Publikum verbindet (Düsseldorf, 31.08-03.09.). 

Die verschiedenen Facetten und Botschaften des Tanzjahres werden darüber hinaus durch eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen sichtbar gemacht. Hochkarätige Expertentreffen wie der Europäische Kongress der Tanzmedizin und das Internationale Treffen der Tanzarchive, Symposien zur Tanzpädagogik und Tanzforschung, das Tanztreffen der Jugend und viele weitere publikumswirksame Veranstaltungen tragen die Kunstform Tanz in alle Bereiche der Gesellschaft. Die deutschen Tanzfestivals, Ballett- und Tanztheatercompagnien verknüpfen ihre Premieren und Produktionen mit der Initiative des Tanzjahres. 

Damit können zum einen der intellektuelle Reichtum und die enorme Vielfalt des Tanzes verdeutlicht, aber auch die Potenziale dieser Kunstform für Bildung, Kreativität, Gesundheit und Integration aufgezeigt werden. 

Machen Sie mit!

Tanzjahr präsentiert das Netzwerk Tanz auf dieser Webseite lebendig in all seinen Facetten. Jede/r Tanzschaffende kann mitmachen und seine Informationen platzieren.

Nutzen Sie die  Online-Werkzeuge, die wir Ihnen zur Verfügung stellen, um Ihre Arbeit im Internet reichhaltig und effizient zu platzieren.

[gemEINSam] Eine Initiative für tanzpädagogische Arbeit mit Geflüchteten in Berlin

Das Pilotprojekt [gemEINsam] – eine Initiative vom Dachverband Tanz Deutschland – ist als Reaktion auf die wachsende Anzahl geflüchteter Menschen, die nun in Berlin in verschiedenen Unterkünften untergekommen sind, entstanden.

Dem Aufruf nach KünstlerInnen und PädagogInnen, die sich mit tanzpädagogischer Arbeit in diesem Bereich engagieren möchten, sind viele Tanzschaffende gefolgt. Es konnte eine Plattform gebildet werden, so dass zwischen den KünstlerInnen, Schulen und Flüchtlingsunterkünften regelmäßige Angebote für geflüchtete Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer koordiniert werden.

Was uns besonders daran gefällt? Das Leben in den Unterkünften ist oft fremdbestimmt, es herrscht Passivität und es gibt wenig Privatsphäre. Der Tanz ist ein ganz hervorragendes Mittel, der Passivität durch Bewegung zu entkommen. Die Sprache stellt in diesem Kontext nur eine geringe Barriere dar. Begegnung und Ausdruck werden im Tanz zusammen gestaltet.

 

Wir wollen die neu entstandene Plattform nutzen, uns regelmäßig auszutauschen, akute Themen zu diskutieren und neue Ideen anzustoßen.

Eine Übersicht über die 7 entstandenen Projekte bietet der Blog  www.gem-eins-am.blogspot.de.

Für Fragen, Ideen, Anstöße steht die Koordinatorin des Projekts, Amélie Baasner, zur Verfügung:  a.baasner(at)dachverband-tanz.de

Die Tanzplattform Deutschland

Die TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND (TPD) versteht sich als Forum zur Präsentation aktueller Entwicklungen und innovativer Strömungen im zeitgenössischen Tanz in Deutschland. Sie wurde 1994 ins Leben gerufen und war anfangs als Vorauswahl für den renommierten Choreografenwettbewerb "Les Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis" gedacht.

Sie richtet sich an Gäste aus dem In- und Ausland, an Kulturveranstalter, die Fachpresse und ein interessiertes Publikum und präsentiert innerhalb von wenigen Tagen ein breites Spektrum an Tanzproduktionen. Die TPD ist ein Ort des Austauschs und eine lebendige Kontaktbörse für Tanz- und Kulturschaffende.

Als Biennale konzipiert findet sie in wechselnden deutschen Städten statt. Bisherige TPD-Orte waren Berlin (1994), Frankfurt am Main (1996), München (1998), Hamburg (2000), Leipzig (2002), Düsseldorf (2004), Stuttgart (2006), Hannover (2008), Nürnberg (2010), Dresden (2012) und Hamburg (2014).

Die nächste TPD findet vom 2. - 6. März 2016 am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main statt.

Ko-Veranstalter > Hebbel am Ufer, Berlin, TanzWerkstatt, Berlin, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt am Main, JOINT ADVENTURES, München, Kampnagel Internationale Kulturfabrik, Hamburg, euro-scene, Leipzig, tanzhaus nrw, Düsseldorf, Theaterhaus, Stuttgart, Tanz/Theater e.V., Hannover, KunstKulturQuartier, Nürnberg. Das ITI Deutschland und das Goethe-Institut sind Partner der TANZPLATTFORM DEUTSCHLAND.

Weitere Informationen

Botschaft zum Welttanztag 2016

Liebe Tanzwelt,

am 29. April ist wieder Welttanztag! 


Zum Welttanztag am 29. April, hat dieses Jahr der samoanische Choreograph, Theaterregisseur, Bühnenbildner und Künstler Salā Lemi Ponifasio eine Botschaft geschrieben. 

Mit einem Karakia verfasst Lemi Ponifasio seine Message, seine Gedanken zum Tanz, die sich in seinen Arbeiten stets um dringliche gesellschaftliche Themen drehen. Ein Karakia ist in der Sprache der Maori ein Gebet. Ponifasio sendet seine Botschaft zum Tanz mit Blick auf unsere Zeit; weltlich, geistlich und auch zeitlos.

 PDF Lesen Sie hier die BOTSCHAFT WELTTANZTAG 2016

Die englische Version der Botschaft finden Sie  PDF hier.

 

Hintergrund Welttanztag 

Der TAG DES TANZES wurde 1982 vom Internationalen Komitee des Tanzes des Internationalen Theater Institutes (ITI-UNESCO) ins Leben gerufen. Jedes Jahr wird der 29. April gefeiert. Anlass ist der Geburtstag von Jean-Georges Noverre (1727-1810), einem großen Reformer des Ballets.

Die Botschaft einer bekannten Persönlichkeit des Tanzes wird jährlich weltweit verbreitet. Die Absicht dieser Botschaft am Tag des Tanzes ist es, alle Formen des Tanzes an diesem Tag zu vereinen, den Tanz zu feiern, seine Globalität hervorzuheben und alle Grenzen von Politik, Kulturen und ethnischen Zugehörigkeiten zu überwinden. Die Menschen sollen durch eine gemeinsame Sprache – die des Tanzes – in Frieden und Freundschaft zusammengeführt werden.

In Sachen Tag des Tanzes arbeitet das Internationale Komitee des Tanzes seit 1995 mit der Alliance Mondiale de la Danse/World Dance Alliance zusammen.

Alle  bisherigen Botschaften seit 1982 finden Sie auf der Webseite des Internationalen Theaterinstitut Deutschland.

 

Aktionen zum Welttanztag 2016

MOVE YOUR TOWN - In Hannover wird er ganz groß gefeiert! Ein tolles Beispiel dafür, wie man eine  ganze Stadt zum Tanzen bringt! Checkt die Webseite  www.moveyourtown.de.

Wir sammeln bei Facebook alle Veranstaltungen zum Welttanztag - postet Eure Veranstaltungen und Aktionen  hier.

Internationalisierungsinitiative Tanz

Dem Dachverband Tanz war es 2013 gemeinsam mit dem NATIONALEN PERFORMANCE NETZ (NPN) gelungen, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags dem damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) neue Mittel für die gezielte Förderung von Tanzprojekten aus Deutschland bereitstellte. 2014 konnte die Internationalisierungsinitiative Tanz mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fortgeführt werden.

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 13.11.2014 nun erneut erhebliche Mittel für die Entwicklung der Ensemblekunst Tanz und ihrer internationalen Ausstrahlung freigegeben. In 2015 kann hierdurch eine verstärkte Förderung des Tanzes aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) erfolgen. Die Freigabe der Mittel verdankt sich insbesondere dem Engagement von Rüdiger Kruse MdB (CDU), Hauptberichterstatter für Kultur und Medien im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags. Mit Unterstützung der Mitglieder des Haushaltsauschuss wird erneut die Internationalisierungsinitiative Tanz gestärkt, in 2015 stehen bis zu 950.000 € bereit und werden internationalen Gastspielen, Koproduktionen sowie der Tanzplattform Deutschland 2016 zugutekommen.

Rüdiger Kruse hierzu: "Die Haushälter stärken die Kultur und erreichen zugleich die schwarze Null im Haushaltsansatz. Es freut mich, dass wir die Initiative Tanz weiter unterstützen können, in dem wir für die internationale Ausstrahlung der Kunstform Tanz bedeutende Mittel zur Verfügung stellen. Die Tanzplattform Deutschland hat nun Planungssicherheit und kann 2016 dem internationalen Publikum große Ensembleproduktionen präsentieren."

Michael Freundt, Geschäftsführer des Dachverband Tanz: "Der Bund setzt erneut ein Zeichen für die Ensemblekunst Tanz. Dies hat auch eine Wirkung in den kulturpolitischen Gesprächen mit Ländern und Kommunen, um im Verbund der öffentlichen Förderer und gemeinsam mit dem Bund eine nachhaltige Tanzförderung zu erreichen."

Damit ist es möglich, die mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes bereits erprobte NPN-Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln des BKM fortzuführen. Ziel der NPN-Koproduktionsförderung Tanz ist es, die Mobilität, den Austausch und die Kooperation zwischen Künstlern, Veranstaltern und Produzenten sowohl überregional als auch international zu unterstützen und die Entstehung neuer Tanzproduktionen zu fördern, die möglichst über solistische oder kleinteilige Formate hinausgehen.

Zur internationalen Promotion und nachhaltigen Vernetzung von zeitgenössischem Tanz aus Deutschland startete 2013 ein neues Fördermodell – die NPN-Gastspielförderung Tanz International nach dem Vorbild der inländischen NPN-Gastspielförderung. Sie richtet sich an Multiplikatoren sowie Veranstalter im Ausland und fördert diese, wenn sie in Deutschland entstandene Produktionen einladen und bestimmte Mindestgagen anbieten, die an den in Deutschland üblichen Sätzen orientiert sind. Auch sie kann dank der Bundesmittel in 2015 fortgeführt werden.

Die Administration beider Fördermodelle liegt bei JOINT ADVENTURES. Sämtliche Förderanträge sind dort einzureichen und werden dort geprüft. Eine Fachjury entscheidet über die Förderungen.

Weitere Informationen

Reichweite Tanz

Das Projekt „Reichweite des Tanzes in die Gesellschaft – Bildung, Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft“ soll in einem ersten Schritt die Präsenz des Tanzes in allen Gesellschaftsbereichen aufzeigen.

Erste Übersichten mit Daten und Fakten zum Tanz in Deutschland werden erstellt und die Kommunikation hierzu mit allen Tanzbereichen entwickelt. Perspektivisch sollen Publikation und Forschungsprojekte entstehen.

Aktuell arbeiten wir nicht an einer weiteren Statistik, sondern arbeiten vorhandene Statistiken auf. Zur Zeit zeigt eine Überschau über die Statistik des Deutschen Bühnenvereins in den letzten zehn Jahren deutliche Zuwächse beim Publikumszuspruch für den Tanz, in Schauspiel und Oper bleibt das Niveau dagegen „nur“ stabil. Erste Entwürfe für Landkarten des Tanzes – mit den landesweiten Strukturen für den Tanz, mit den Orten des zeitgenössischen Tanzes und den Tanzensembles in den Ländern – sind in der Überarbeitung. Recherchen zum Tanz in den neuen Medien, zur Rolle des Tanzes im Spektrum der Freizeitaktivitäten und zum Bild des Tanzes in der Werbung sind in Arbeit. 

INFO PLUS

Der Dachverband Tanz Deutschland will mit dem Projekt „InfoPlus“ die bundesweite Entwicklung des Tanzes fördern und einen Rahmen für einen effizienten Informationsfluss schaffen. Dabei wird einerseits mit den Ansprechpartnern für die Tanzschaffenden vor Ort (Länderexperten) der Handlungsbedarf festgestellt und zum anderen steht der DTD diesen Ansprechpartnern der Künstler beratend zur Seite.

Als gemeinsame Informations- sowie Beratungsgrundlage wird eine Dropbox eingerichtet, die für alle Beteiligten zugänglich ist. Weitere Dokumente werden auf der Website des DTD veröffentlicht. Der Austausch wird kontinuierlich auf den verschiedenen Ebenen geführt. (Ländervertreter, kommunale Netzwerke, bundesweite Verbände …)

„InfoPlus“ ist am 31. Oktober 2012 mit einem ersten Treffen der Tanzbüros, Informationsstellen und Ansprechpartner für den Tanz gestartet. Ein erstes Mapping der Aufgabenfelder stand im Vordergrund. Ausgehend davon wurden Handlungsschritte erarbeitet, um Strukturen vor Ort zu stärken und den Informationsfluss zwischen überregionalen Akteuren und lokalen Netzwerken zu stärken.

Am 06. Dezember 2012 fand ein weiteres Treffen statt – hier mit dem Fokus auf die Produzentinnen, welche Tanzschaffende in ihrer Arbeit begleitet. Wiederum steht das Mapping der Aufgabenbereiche am Anfang. Die Frage, wie Erfahrungen geteilt und im Aufbau befindliche Produktionsbüros unterstützt werden können, soll zu differenzierten Formen des Austauschs „auf Augenhöhe“ führen. Die Protokolle der Treffen werden jeweils auf dieser Seite veröffentlicht.

Der Dachverband stellt Dokumente zu Förderung, Steuerfragen, Sozialrecht, Versicherung u.a. in einer redaktionell betreuten Dropbox zusammen, die den Beteiligten des Projekts „InfoPlus“ auf Wunsch zur Verfügung steht.

Initiative Tanz

Die Initiative Tanz wurde dem Bund als ein Konzept vorgeschlagen, mit dem sich der Bund für nationale und internationale Koproduktionen, internationale Gastspiele und die Tanzplattform Deutschland engagiert.

Die zusätzlichen Fördermittel des Bundes geben Tanz Made in Germany eine nationale und internationale Präsenz. Geförderte Produktionen aus Deutschland werden dem internationalen Wettbewerb entsprechend aufgestellt und können wesentlich häufiger in Deutschland und im Ausland gezeigt werden.

Internationale Koproduzenten und weitere Sponsoren werden als Partner gewonnen. Damit werden die Fördermittel der Kommunen und Länder wesentlich effizienter eingesetzt. Die Einnahmesituation der beteiligten Künstler wird stabilisiert.

Das Förderprogramm zur nachhaltigen Förderung und Internationalisierung zeitgenössischer Tanzproduktionen aus Deutschland sollte nach einer Laufzeit von vier Jahren evaluiert werden, so dass in 2016 geprüft werden kann, in welcher Weise eine Verstetigung erfolgen soll. 

INTANGIBLE CULTURAL HERITAGE AND INNOVATION

Symposium

2D and 3D Documentation and Visualisation of Performing Arts, Folklore and Rituals through the example of: DANCE

Gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und verschiedenen Europäischen Projekten und Netzwerken hat der Dachverband Tanz Deutschland und das Initial Training Network for Digital Cultural Heritage ein dreitägiges Symposium ausgerichtet, das den aktuellen Stand der Forschung zu Aufzeichnungs- und Visualisierungstechniken und deren Anwen­dung im Bereich des immateriellen Kultur­­erbes darstellen und diskutieren wird. Die ver­schie­denen Ausdrucksformen des künstlerischen Tanzes liegen dabei im Fokus.

Innovative Modelle zur Digitalisierung des Kulturellen Erbes sind in aller Munde. Dabei scheint die Erfassung des immateriellen Kulturerbes – in Ritualen, in der Folklore oder in den Künsten – eine besonders komplexe und gleichzeitig reizvolle Aufgabe zu sein.

Gemeinsam mit Partnern aus Deutschland und verschiedenen Europäischen Netzwerken richtet der Dachverband Tanz Deutschland ein dreitägiges Symposium aus, das den aktuellen Stand der Forschung zu Aufzeichnungs- und Visualisierungstechniken und deren Anwendung im Bereich des immateriellen Kulturerbes darstellen und diskutieren wird.Die Ausdrucksformen des künstlerischen Tanzes liegen dabei im Fokus: Der Erhalt von Tanz – als eine flüchtige Kunst – auch für zukünftige Generationen ist eine anspruchsvolle, aber unverzichtbare Aufgabe.

Die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten seiner Digitalisierung und Visualisierung ist dabei beides: Herausforderung und faszinierendes Projekt. Zugleich sollen auf dem Symposium auch andere Formen von raumzeitlicher Bewegung, von Dynamiken und Expressionen angesprochen werden – wie bspw. in Ritualen und Liturgien, der Folklore und anderen performativen Künsten.

Neben den technischen Errungenschaften im Feld der Digitalisierung des immateriellen Kulturerbes, setzt die Veranstaltung auch einen Akzent auf Fragen derAnwendbarkeit dieser Technologien für künstlerische Prozesse, Formen und Sprachen.

Rund 150 Referent*innen und Teilnehmer*innen aus ganz Europa werden auf dem Symposium erwartet – Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, Vertreter*innen von Forschungseinrichtungen und Kulturinstitutionen. In Vorträgen, Präsentationen und praxisorientierten Laboratorien werden Fragen der 3D- und 4K-Aufzeichnung und -Visualisierung diskutiert sowie Erfahrungen und Projektideen ausgetauscht.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an:

  • Akteur*innen aus dem Tanzbereich (Tanzarchive, Tanzfilmemacher*innen, Choreograf*innen, Tänzer*innen…), die an der Dokumentation von Tanz, deren Weiterentwicklung und Optimierung und damit am Erhalt unseres Kulturellen Erbes interessiert sind;
  • Wissenschaftler*innen und Forscher*innen, die neueste technische Errungenschaften teilen und ihre technischen Fertigkeiten bei der Erfassung von bewegungsbasierten Ereignissen herausfordern möchten;
  • Künstler*innen, die daran interessiert sind, neue digitale Technologien in kreativen Prozessen und Performances zu nutzen.

 

Das Symposium wird ausgerichtet von Dachverband Tanz Deutschland und Initial Training Network for Digital Cultural Heritage. Partner sind das Internationale Theaterinstitut - Zentrum Bundesrepublik Deutschland, Mime Centrum Berlin, Institut für Museumsforschung, Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, 4D-Ch World, i-Treasures, DARIAH-EU,DARIAH-CY, Digital Heritage Research Laboratory (Cyprus University of Technology) und der Verbund Deutscher Tanzarchive. Gefördert durch: Die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien.

European Video Dance Heritage

Die Konferenz European Video Dance Heritage bildet den Auftakt des gleichnamigen EU-Projektes und richtet die Aufmerksamkeit auf das Kulturelle Erbe im Tanz, auf die Bewahrung und Sicherung in den Tanzarchiven wie auch die Sichtbarkeit dieses Schatzes im 21. Jahrhundert, seiner Präsentation in den TV-Medien und neuen Formaten/Plattformen im Internet.


Mit einer Vielzahl von hoch kompetenten Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Politik, (Neue) Medien, Technologie und Rechtswissenschaft sowie den wichtigsten Tanzarchiven Europas fragt die Konferenz nach dem Erbe und der Zukunft des Tanzes in der digital vernetzten Welt.

Das EU-Projekt European Video Dance Heritage umfasst eine zweijährige Analyse und ein experimentelles Programm, in denen sich die Projektpartner mit der Entwicklung eines audio-visuellen Gedächtnisses des Tanzes befassen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie ein solches Gedächtnis aufgebaut und das Tanzerbe schließlich jüngeren Generationen zugänglich gemacht werden kann. Die voranschreitende Entwicklung digitaler Technologien sowie die unterschiedlichen Zugänge zu Ressourcen spielen unweigerlich eine zentrale Rolle in dieser Auseinandersetzung.

Das EVDH-Projekt wird geführt vom Maison de la Danse. Wichtigster Co-organiser ist ein Konsortium, geführt vom Dachverband Tanz Deutschland. Zu diesem Konsortium gehören tanzhaus nrw / iDAS NRW, das Deutsche Tanzfilminstitut Bremen, Tanzfonds Erbe / Diehl+Ritter gUG (haftungsbeschränkt). Das EU-Projekt bringt Partner aus Frankreich, Portugal, Spanien, Polen, Italien, Finnland, Österreich und Deutschland zusammen, wie auch die europäischen Netzwerke EDN (European Dance Network) und ENICPA (European Network of Information Centres for the Performing Arts).

ChanceTanz

Der DTD sieht die kulturelle Bildung und den Tanz mit Kindern und Jugend­lichen als eines der Haupt­themen seiner Arbeit. Der Bundes­verband Tanz in Schulen hat erfolgreich im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ mit Unterstützung des Dachverband Tanz Deutschland einen Antrag gestellt: „Chance Tanz“. Das Projekt wird über fünf Jahre mit insgesamt bis zu 6 Mio. Euro gefördert.

„ChanceTanz“ umfasst jährlich rund 120 Projekte für etwa 2000 Kinder und Jugend­liche, die sich mit ihren lebens­weltlich relevanten Themen tanz­künstlerisch auseinandersetzen. In kreativer Erprobung und Gestaltung ihrer Ideen erleben sie kulturelle Teilhabe in und durch Tanzkunst.

Der Schwerpunkt des Konzepts verteilt sich auf zwei Formate, Tanz_Start und Tanz_Intensiv, im Umfang von 30 bzw. 80 Stunden. In lokalen Bündnissen finden sich tan­zkünstlerisch und -pädagogisch ausgewiesene Partner mit einer Schule bzw. Jugend­einrichtung und einer kulturellen Ein­richtung zusammen. Diese wählen die Kinder und Jugend­lichen aus und führen die in Anpas­sung an die sozial­räumlichen und personellen Voraus­setzungen entwickelten Projekt­ideen durch.

NEUE Ausschreibung: ChanceTanz Restmitteln 2016 und Projekte 2017

Die aktuelle Ausschreibung dient der Beantragung von Restmitteln 2016 (nur für Folgeprojekte möglich) und von Projekten 2017 (Erst- und Folgeprojekte möglich). 

Die Beantragung von Restmitteln 2016 ist ab sofort ohne Frist möglich.

Die Beantragung von Projekten 2017 ist ab sofort bis zum 5. September möglich.

 

„ChanceTanz“ fördert tanzkünstlerische Projekte, die sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche richten und von lokalen Bündnissen getragen werden. Die Angebote werden von einem professionellen Team, dem mindestens ein Tanzkünstler angehört, geleitet. Eine prozess­orientierte Heran­gehens­weise er­möglicht den teil­nehmenden Kindern und Jugendlichen, eigene Themen einzubringen und diese kreativ umzusetzen.

Bündnisse können bis zu 6.500 € für eine Tanz_Start Maßnahme bzw. 14.000 € für eine Tanz_Intensiv Maßnahme beantragen. Die Formate unterscheiden sich u.a. in ihren zeitlichen Vorgaben (30 bzw. 65-80stündige Tanzprojekte). Die Projektinhalte sind individuell von den Bündnispartnern zu konzipieren. Die vom Bundesverband Tanz in Schulen erarbeiteten Qualitätsstandards sind dabei zu beachten. Die lokalen Bündnisse bestehen aus mindestens drei unterschiedlichen Partnern aus den Bereichen Tanzkunst – Kultur - Schule/Kita – sozialräumliche Einrichtung – Aus-/Weiterbildung.

 Hier finden Sie die  aktuelle Ausschreibung „ChanceTanz“

 

Beratung und Kontakt

Projektteam "ChanceTanz"

Martina Kessel und Katharina Schneeweis

chancetanz@bv-tanzinschulen.de

Mohrenstraße 63

10117 Berlin

T: 030/68 00 99 30/31/32

F: 030/68 91 06 47


Das Programm "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Tanz in Bremen

„Vom Wert des Tanzes“ - Werkstatt und öffentliches Roundtable-Gespräch

Im Rahmen des Workshops „Vom Wert des Tanzes“ am 7. Februar 2015 im Rahmen von TANZ Bremen trafen sich Künstler_innen, Produzent_innen und Veranstalter_innen aus unterschiedlichen Bereichen des Tanzes, um gemeinsam den Wert des Tanzes für die Gesellschaft und das Potential des Tanzes in der Stadt und der Region zu diskutieren.

Das Treffen war durch das Festival „Tanz Bremen“ und „steptext dance project“ initiiert und gemeinsam mit dem Dachverband Tanz Deutschland (DTD) vorbereitet worden. Moderiert wurde der Tag durch Bea Kießlinger (Vorstand DTD) und Michael Freundt (Geschäftsführung DTD).

Folgende Fragestellungen standen dabei im Mittelpunkt:

  • Was ist für die Tanzschaffenden – allgemein wie auch ganz individuell – der Wert des Tanzes, der eigenen künstlerischen / vermittelnden / produzierenden Arbeit?
  • Wie kann Tanz in Bremen besser sichtbar werden?
  • Welche Strukturen sollten die Tanzschaffenden selbst aufbauen, um besser sichtbar zu werden und Unterstützung zu finden?
  • Welche Themen sollten in den Dialog mit der Politik eingebracht werden?

Dieses Meeting im Rahmen des Festivals TANZ Bremen bildete den Startpunkt für eine intensivere Vernetzung der Tanzschaffenden in Bremen und die bessere Sichtbarkeit der vielfältigen künstlerischen Projekte – innerhalb der Kultur, in der Wahrnehmung durch die Gesellschaft und schließlich auch in der Unterstützung durch die Politik.

Die Initiatoren laden zu einem zweiten Treffen ein - am Freitag, 27.2. - 12.00 bis 16.00 Uhr im Deutschen Tanzfilminstitut, Am Wall 201, 28211 Bremen.

Noch einmal sollen die Qualität des Tanzes, seine starke Vernetzung und eine starke Position gegenüber der Politik Themen der Diskussion sein.